Lichtlexikon

Lichtlexikon

Wissenswertes von A-Z rund um Beleuchtungstechnik, Licht und Leuchten


A
Akzentbeleuchtung

Allgebrauchslampe

Allgemeinbeleuchtung

Ausstrahlungswinkel (ASW)


B
BAP

Batwing

Beleuchtungsstärke

Betriebsgeräte

Betriebswirkungsgrad


C
Candela:

Casambi

Coolbeam


D
DALI

Dichroitischer Reflektor

Dimmen

DMX

Dreibandenleuchtstofflampe


E
Entladungslampe

EVG


F

Farbtemperatur

Farbtoleranz

Farbwiedergabeindex

Flood

Fresnellinse


G

Glühlampe

GU10 / GZ10


H

Halogen-Metalldampflampe

Halogen-Glühlampe

Helligkeitssteuerung

Hochdruck-Entladungslampen


I

Induktive Schaltung

Infrarotstrahlung


K

Kaltlichtreflektoren

kapazitive Lasten

Kompakt - Leuchtstofflampe

Kontrast

KVG


L

Lampe

Lebensdauer

LED

Leuchte

Leuchtenwirkungsgrad

Leuchtdichte

Leuchtdichteunterschied

Leuchtstofflampe

Lichtausbeute

Lichtfarbe

Lichtsteuerung

Lichtstrom

Lumen, lm

Lux, lx


M

Mc Adam

Multimirror


N

Neutralweiß, nw

Niederdruck-Entladungslampe


P

PAR-Lampe

Phasenabschnittsteuerung / Phasenanschnittsteuerung

Potentiometer


Q

Quecksilberdampf-Hochdrucklampe


R

Rasterleuchte

Reflektorlampe

Reflexion

Reflexionsgrad ρ

Retrofit-Lampen


S

Schutzart (IP)

Schutzklasse

SDCM-Wert

Spektrum

Spot

Stroboskopeffekt

Stufenlinse


T

Tageslicht

Tageslichtergänzungsbeleuchtung

Tageslichtweiß, tw

Transformator


U

UV-Licht / Ultraviolettstrahlung


V

Verminderungsfaktor

Vorschaltgerät

VVG


W

Warmweiß, ww

Wide-Flood

Wiederzündung

Wirkungsgrad


Z

Zonierung

Zündgerät


 

Akzentbeleuchtung
Hervorhebung einzelner Bereiche bzw. Objekte durch zielgerechte, über dem Niveau der Allgemeinbeleuchtung liegende Ausleuchtung.


Allgebrauchslampe
Kurzbezeichnung: A (AGL) 
Glühlampe


Allgemeinbeleuchtung
Grundbeleuchtung eines Raums ohne besondere Betonung einzelner Bereiche oder Objekte.


Ausstrahlungswinkel (ASW)
Beschreibt den Winkel bei dem die Lichtstärke auf 50 % des in der Hauptausstrahlungsrichtung gemessenen Wertes sinkt. Diesen Wert findet man etwa bei Leuchten mit Reflektor, z.B. bei NV-Halogenlampen, Reflektorlampen


BAP
Abk. für Bildschirmarbeitsplatz


Batwing
Lichtstärkeverteilung einer Leuchte mit betont breitstreuender Lichtverteilung durch einen speziellen Reflektor.


Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen. Sie definiert, wieviel Licht auf einer bestimmten Fläche tatsächlich ankommt. Damit ist dieser Wert abhängig von der Entfernung zur Lichtquelle und dem
Ausstrahlungswinkel. Dabei nimmt der Wert der Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat der Entfernung ab. d.h. während bei 1m Abstand 100% der Beleuchtungsstärke gemessen werden, sind es bei 2m Abstand nur noch 25% des ursprünglichen Wertes. Die Beleuchtungsstärke ist der Wert, welcher für die Beleuchtung eigentllich der wichtigste ist, mißt er doch die Helligkeit, wie sie am gewünschten Punkt tatsächlich auch ankommt, also bei der Ware, am Arbeitsplatz usw,.


Betriebsgeräte
Betriebsgeräte werden neben dem eigentlichen Leuchtmittel für den Betrieb der Leuchte benötigt. Dabei handelt es sich um ⇒
Vorschaltgeräte, Start- bzw. Zündgeräte z.B. für den Betrieb von Entladungslampen, Leuchtstofflampen oder um Transformatoren bei Niedervolt-Lampen. Betriebsgeräte gibt es als konventionelle Einheiten, zum Beispiel gewickelte (schwere) NV-Trafos, als auch in elektronischer Ausführung - EVG.


Betriebswirkungsgrad
Leuchtenwirkungsgrad


Candela:
Einheit für Lichtstärke (cd)
Candela benennt die Lichtstärke / Lichtausbeute, die von einer Lichtquelle in eine bestimmte Richtung ausgesendet wird. Daher findet man Angaben zu Candela bei Lampen, welche ihr Licht gerichtet in einem bestimmten
Ausstrahlungswinkel abgeben, etwa bei Halogenreflektorlampen. s. auch Lumen, Lux.


CASAMBI:
Ist ein in Finnland entwickeltes Lichtsteuerungssystem, welches ganz einfach per App und Bluetooth genutzt wird.
Dazu werden kleinste Steuereinheiten (in Streichholzschachtelgröße) entweder vor die Leuchten oder hinter dem Schalter montiert. So lassen sich einzelne Leuchten oder ganze Gruppen gemeinsam steuern. Die notwendige App ist kostenfrei und gibt es für iOS und Android, die Steuerung erfolgt dann über Bluetooth.


Coolbeam
Kaltlichtreflektor


Dichroitischer Reflektor
Reflektor mit spezieller Reflexion, die nur einen bestimmten Teil des Lichtspektrums wiedergibt und andere Lichtspektren ausfiltert. Bekannt bei NV-Halogenlampen, um die
Infrarotstrahlung zu mindern und gleichzeitig die Farbwiedergabe zu optimieren. Im Handel findet man solche Reflektoren auch unter Coolbeam, Multimirror-Reflektor oder Kaltlichtreflektor


Dimmen
Phasenanschnittsteuerung und Phasenabschnittsteuerung werden zum Dimmen eingesetzt und sind nur mit Wechselstrom einsetzbar. Die Regulierung der Helligkeit wird über eine Veränderung der elektrischen Spannung erreicht. Der Dimmer sperrt den Stromfluss zur Lampe. Dies wiederholt sich bis zu 100x pro Sekunde: Durch das Verändern dieser Intervalle kann man die Helligkeit der angeschlossenen Leuchtmittel stufenlos regulieren Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten
Bei der Phasenanschnittsteuerung wird der Strom nach jedem Nulldurchgang verzögert eingeschaltet während es bei der Phasenabschnittsteuerung genau umgekehrt ist - der Strom wird nach dem Nulldurchgang sofort eingeschaltet und vor dem nächsten Nulldurchgang wieder ausgeschaltet.
Durch die unterschiedlichen Auswirkungen auf den Stromfluss werden beide Arten bei unterschiedlicher Lichttechnik eingesetzt.


Phasenanschnitt-Dimmer
Phasenanschnittdimmer werden bei Glüh- und Hochvolt-Halogenlampen (230 V) sowie bei konventionellen Transformatoren eingesetzt, also Verbraucher mit einer so genannten induktiven Last. Die Kennzeichnung erfolgt durch den Buchstaben „L“.


Phasenabschnitt-Dimmer
Phasenabschnittdimmer sind für das Dimmen elektronischer Trafos geeignet (kapazitive Last). z.B. beim Einsatz von Niedervolt-Lampen. Phasenabschnitt-Dimmer tragen den Buchstaben „C“.


Es gibt auch Universaldimmer (Kennung C,L), die automatisch erkennen, ob eine induktive oder kapazitive Last vorliegt, und wirken entsprechend als Phasenan- oder -abschnittsteuerung.


DALI
DALI (Digital Addressable Lighting Interface) ist ein herstellerübergreifender Standard für dimmbare elektronische Vorschaltgeräte. Dabei werden zusätzliche Steuerleitungen neben der reinen Netzspannungsversorgung verwendet, mit denen jede Leuchte einzeln oder auch in Gruppen „angesteuert“ und dadurch individuell programmiert werden kann. Diese Technik ist naheliegender Weise aufwendiger und eignet sich daher vorrangig für größere Anlagen und Objekte.
DALI wird nicht nur zum Dimmen genutzt, sondern auch zur ⇒
Lichtsteuerung größerer Anlagen.
Nicht alle Leuchtmittel lassen sich ohne weiteres Dimmen. Dies gilt vor allem für Leuchtstofflampen, Energiesparlampen, Metalldampflampen, bei denen der Aufwand zum Dimmen zu groß und daher selten anzutreffen ist.
Mit Hilfe entsprechender elektronischer Betriebsgeräte sind jedoch einige Ausnahmen möglich. Bei LED gibt es mittlerweile eine zunehmende Anzahl an dimmbaren Leuchten. Dies muss aber ausdrücklich auf der Verpackung benannt sein. Dimmversuche mit nicht dafür geeigneten LED–Lampen können zum Totalausfall der Lampe führen.
Generell kann aber auch nicht darauf geschlossen werden, dass ein sogenannter‚ LED-Dimmer‘ mit jeder als dimmfähig deklarierten LED-Lampe kombinierbar ist. Die Ursache dafür besteht in der bislang nicht normierten Schnittstelle zwischen Dimmer und LED-Lampe. Eine einheitliche Regelung ist geplant, aber leider noch nicht in der Umsetzung begriffen. Die zulässigen und gut funktionierenden Kombinationen aus LED-Lampe und Dimmertyp lassen sich den Herstellerdatenblättern oder speziellen Kombinationslisten der Lampenanbieter bzw. der Dimmeranbieter entnehmen.


DMX
DMX (Digital Multiplex) steht in der Lichttechnik als standardisiertes Protokoll zur Übertragung von digitalen Steuerdaten.
Die Daten werden zwischen einer oder mehreren Leuchten, welche über eine DMX-Schnittstelle verfügen und einem Sender (z.B. einem DMX-Controller) ausgetauscht. Ursprünglich aus der Bühnen- und Veranstaltungstechnik kommend, findet es nun auch zunehmend Einzug im Bereich gewerblicher oder privater Anwendung.
Mit DMX lassen sich die Leuchten einzeln oder auch in Gruppen steuern. Je nach Ausstattung der Leuchte kann man diese somit z.B. dimmen, Farbverläufe erzeugen oder einfach nur an-/ausschalten.

s. auch Casambi


Dreibandenleuchtstofflampe

Leuchtstofflampe


Entladungslampe
Entladungslampen erzeugen ihr Licht durch elektrische Entladung von Gasen oder Metalldämpfen. Man unterscheidet zwischen Niederdruck- und Hochdruck-Entladungslampen. Die jeweiligen Unterschiede hängen dabei neben der verwendeten Lampenfüllung vor allem auch vom Betriebsdruck der Lampe ab. Niederdruck-Entladungslampen, z.B. die Natriumdampflampe SDW von Philips. haben einen engen Spektralbereich,, was die Qualität der ⇒
Farbwiedergabe beeinträchtigt.. Hochdruck- Entladungslampen nutzen größere Spektralbereiche, was die Farbwiedergabe verbessert. Häufig bewirkt die Erhöhung des Lampendrucks auch eine Steigerung der Lichtausbeute, also helleres Licht.
Zu Entladungslampen gehören neben ⇒
Leuchtstofflampen auch Natriumdampflampen, Quecksilberdampflampen, Die Weiterentwicklung durch Keramiktechnologie hat diese Art Leuchtmittel mit zu den effektivsten Lampen gemacht.


EVG
Abk. für elektronische ⇒
Vorschaltgeräte


Farbtemperatur

Die Farbtemperatur wird in Kelvin (k) angegeben. Sie beschreibt den Farbeindruck des Lichts – als warmes oder kaltes Licht - den ein Leuchtmittel verursacht. Sie entscheidet, wie wir den beleuchteten Raum oder die ausgeleuchtete Ware wahrnehmen. Die Spanne der genutzten Farbtemperaturen reicht dabei von 2.000 k (extrem warme Lichtfarbe) bis zu 6.500 k (tageslichtweiß), Speziallampen sogar noch darüber hinaus. Bestimmte Produkte werden durch die Lichtfarbe positiv hervorgehoben, was oft in Foodbereich genutzt wird.. Warme Lichtfarben für Backwaren, Fleisch u.ä.; kalte Lichtfarben z.B. für Fisch. Die Farbtemperatur ist immer angegeben als Tausenderwert (2.700 k; 4.000K usw.). Die ersten beiden Ziffern werden dann noch einmal bei der Bestimmung der genauen ⇒ Lichtfarbe benutzt und stehen hinter dem Wert für den ⇒ Farbwiedergabeindex, z.B. 827 oder 940


Farbtoleranz (Farbortabweichung)

Bei der Produktion von LED-Chips kommt es immer wieder zu Abweichungen bei den lichttechnischen Eigenschaften. Einzelne Chips unterscheiden sich zum Beispiel minimal in Farbe und Leuchtkraft. Die Abweichungen von einem vorher definierten Farbwert  werden mit einem Toleranzwert beschrieben, dem so genannten SDCM-Wert (Standard Deviation of Colour Matching). Der SDCM-Wert beschreibt die jeweilige Farbwertabweichung innerhalb einer Serie und darf nicht höher als 6 liegen.
Je höher dieser SDCM-Wert ist, umso größer sind Abweichungen der Lichtfarbe oder Helligkeit von den in den technischen Daten der Lichtquelle spezifizierten Farbvorgaben. So bedeutet z.B.  4 SDCM eine Fabrtoleranz von ± 100k. Im Extremfall könnten in dieser Stufe also bis zu 200 k Unterschied auftreten (bei 3.000 k - warmweiß - eine Spanne von 2.900 k bis 3.100 k) , ein Wert, der bereits mit bloßem Auge gut erkennbar ist. Aktuell beträgt der allgemein erreichte Wert 3 SDCM. Nur wenige Hersteller sind momentan in der Lage, Hochleistungs-LED’s anzubieten, die einen Wert von besser 3 oder gar 2 vorweisen können. Entwickelt wurde dieses Bewertungssystem vom Amerikaner David MacAdam. Daher findet man auch mitunter die Angabe Wert nach MacAdam :  3 SDCM“.


Farbwiedergabeindex (Ra)

Künstliches Licht verändert die Farbe der beleuchteten Gegenstände. Die entstehende Abweichung zur Originalfarbe wird mit dem Farbwiedergabeindex Ra oder der so genannten Farbwiedergabestufe angegeben. Je höher der Wert, umso geringer ist der Unterschied. Im Shopbereich sollte der Wert von 80 nicht unterschritten werden.

Stufe     Ra - Bereich
1A
1B

  >= 90
80 bis 90

2A
2B

70 bis 80
60 bis 70

3 40 bis 60
4  20 bis 40

Flood
Bezeichnung für breitstrahlende Reflektoren oder Reflektorlampen üblicherweise größer als 24°.


Fresnellinse
Der Effekt  einer sonst dickeren Linse wird durch den flachen Aufbau verschiedener Linsensegmente (Stufenlinse) erreicht. Fresnellinsen werden überwiegend bei Bühnenscheinwerfern eingesetzt und bei Strahlern mit verstellbarem Ausstrahlungswinkel.


Glühlampe
Glühlampen erzeugen ihr Licht durch Erhitzen einer Glühwendel (meist aus Wolfram). Die Glühwendel befindet sich dabei in einem Glaskolben, der mit Gas (Stickstoff oder Edelgas) gefüllt ist. Glühlampen existieren in zahlreichen Formen; Hauptgruppen sind die A-Lampen (Allgebrauchslampe) mit tropfenförmigen, klaren oder mattierten Kolben, die R-Lampen mit unterschiedlichen Innenverspiegelungen und die PAR-Lampe aus Pressglas mit integriertem Parabolreflektor.


GU10 / GZ10

GU10 / GZ10 sind Sockel von Hochvolt-Halogenlampen, also dem Betrieb an 230V. Sie haben zwei Stifte an ihrer Unterseite und werden mit einem leichten Drehen in der Lampe befestigt. Der Unterschied besteht in der Form und in den Einsatzzwecken.
Die GU10-Lampen sind an der Unterseite etwas angeschrägt, die GZ-Lampen dagegen sind gerade. GU10-Lampen geben ihre Hitze vorwiegend nach vorne ab und schonen dadurch die Leuchte, bei GZ strahlt die Wärme nach hinten und schont dadurch das beleuchtete Objekt. Während GU10 auch in Fassungen für GZ10 zu nutzen sind, passt es umgekehrt nicht, da Leuchten für GU10 nicht immer für die Hitzeabstrahlung nach hinten geeignet sind. Der Vorteil dieser Leuchtmittel liegt in der Handhabung ohne Trafo, also kleineren Leuchten  und der Lichtbrillanz einer NV-Halogenlampe.
Bei gleicher Leistungsaufnahme sind Hochvolt-Halogenlampen jedoch nicht so hell wie die Niedervolt - Halogenlampen.


Halogen-Metalldampflampe
Hochdruck-Entladungslampe, die mit Metallhalogendämpfen befüllt ist. Je nach der Zusammensetzung dieses Gemisches lassen sich unterschiedliche Lichtfarben erzeugen und die Farbwiedergabe beeinflussen. (s. auch
Entladungslampe). Die Weiterentwicklung durch Keramiktechnologie hat diese Art Leuchtmittel mit zu den effektivsten Lampen gemacht


Halogen-Glühlampe
Durch den Einsatz  der Halogenfüllung, besitzen diese Lampen gegenüber Allgebrauchsglühlampen gleicher Leistung eine wesentlich gesteigerte Lichtausbeute und Lebensdauer.


Helligkeitssteuerung
Dimmen


Hochdruck-Entladungslampen
Entladungslampen


Induktive Schaltung
Betrieb einer Leuchte an einem konventionellen Vorschaltgerät.


Infrarotstrahlung
für das menschliche Auge nicht sichtbare Strahlung mit einer höheren Wellenlänge als sichtbares Lichtes (>780nm). Die Infrarotstrahlung führt zu einer Temperaturerhöhung in der Umgebung der Lichtquelle. s. auch ⇒
UV-Licht. Infrarotstrahlung kann bei hohen Beleuchtungsstärken zu Wärmebelastungen und zur Schädigung von Materialien führen.


Kaltlichtreflektoren
Dichroitischer Reflektor, der überwiegend sichtbares Licht reflektiert, Infrarotstrahlung dagegen ausfiltert oder absorbiert. Kaltlichtreflektoren reduzieren die Wärmebelastung beleuchteter Objekte. Alternative Bezeichnungen sind auch  Coolbeam- oder Multimirror-Reflektor.


kapazitive Lasten
Betrieb einer Leuchte an einem elektronischem Vorschaltgerät.


Kompakt - Leuchtstofflampe
Einseitig gesockelte ⇒
Leuchtstofflampen mit Schraubgewinde oder Stecksockel, die entweder mehrere, kurze Entladungsrohre oder ein gefaltetes Entladungsrohr vorweisen. Dadurch kann auf kleinem Raum relativ viel Licht erzeugt werden. Durch die Befüllung mit Quecksilber stellen sie bei Beschädigung des Leuchtkörpers jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken dar und werden zunehmend durch ⇒ LED-Lampen abgelöst.


Kontrast
Unterschied in der ⇒
Leuchtdichte oder der Farbe zwischen zwei Objekten oder einem Objekt und seiner Umgebung. Mit sinkendem Kontrast steigt die Schwierigkeit einer Sehaufgabe.


KVG
Abk. für konventionelle ⇒
Vorschaltgeräte


Lampe
Lampe ist identisch mit Leuchtmittel und Bestandteil einer ⇒
Leuchte


Lebensdauer
angegeben in Stunden (h); es wird unterschieden in
Durchschnittliche Lebensdauer    Zeitpunkt, zu dem 50 % der Komponenten funktionstüchtig sind.
Servicelebensdauer                       Zeitpunkt, an dem 80 % der Gesamtlichtmenge erhalten sind.


LED
LED ist die Abkürzung für "Light Emitting Diode", auf Deutsch soviel wie "Licht emittierende Diode" kurz Leuchtdiode. LED´s gibt es schon länger, wurden aber erst in den letzten Jahren für den Alltag gebrauchsfähig und vor allem auch für den professionellen Bereich relevant. Die rasante technische Entwicklung und der damit einhergehende Preisverfall haben LED´s mittlerweile zur führenden Beleuchtungstechnik bei Neuinstallationen gemacht. Viele Hersteller haben ihre Produktion inzwischen komplett auf LED umgestellt und bieten andere Lichttechniken gar nicht mehr an.


Leuchte
Als Leuchte wird der gesamte Körper bezeichnet. Das Leuchtmittel ist entweder fester oder austauschbarer Bestandteil der Leuchte


Leuchtenwirkungsgrad
Der Leuchtenwirkungsgrad ( η ) gibt in Prozent den Anteil an, der vom produzierten Lampenlichtstrom tatsächlich auch in Licht umgewandelt wird  Je höher dieser Wert, um so effektiver ist die Lichtquelle.


Leuchtdichte
Formelzeichen L (cd/m2)
Die Leuchtdichte beschreibt die Helligkeit einer Fläche, die der Beobachtungsrichtung senkrecht ausgesetzt ist. Dieser Wert wird in Lichtstärke Candela pro Quadratmeter definiert.


Leuchtdichteunterschied
Beschreibt den Übergang zwischen Licht und angrenzender Dunkelheit. Starke Unterschiede - also klar getrennte Zonen -  entstehen, je enger der gefasste Ausstrahlungswinkel einer Leuchte ist. Am Arbeitsplatz kann dies zu unerwünschten Effekten führen.


Leuchtmittel: ⇒ Lampe.


Leuchtstofflampe
Mit Quecksilberdampf gefüllte Niederdruck- ⇒
Entladungslampe. Beim Starten der Lampe entsteht durch diesen Dampf Ultraviolettstrahlung, welche durch die auf der Innenwand der Lampe aufgebrachte Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgewandelt wird.. Durch unterschiedliche Leuchtstoffe werden verschiedene Lichtfarben und Farbwiedergabequalitäten bewirkt. Man unterscheidet (aufsteigend nach Farbwiedergabestufen) in Standardlampen, 3-Banden-Röhren und 5-Banden-Röhren. Die Zahlen stehen dabei für die Anzahl der verwendeten Leuchtstoffe. Der im Volksmund für Leuchtstoffröhren oft benutzte Begriff Neonlampe ist jedoch falsch, da mit Neonlampe nur ein bestimmter Typ bezeichnet wird, der mit Neon gefüllt ist und entsprechende grelle „Neonfarben“ erzeugt..


Lichtausbeute
Die Lichtausbeute einer Leuchte / eines Leuchtmittels wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben. Werden alle Komponenten  der Leuchte berücksichtigt, ergibt sich die Gesamtleistung des Systems. Der Wert Lumen pro Watt (lm/W) setzt die Helligkeit in Bezug zum Stromverbrauch und beschreibt damit die Effektivität. Gute Systeme erreichen dabei bis zu 100 lm/W und mehr.


Lichtfarbe
Die Farbe des von einer Lampe abgegebenen Lichts. Neben den „bunten“ Farben gibt es für weiße Lichtfarben zusätzlich eine grobe Einteilung in die Lichtfarben Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß. Angaben zur Lichtfarbe sind allgemein 3-stellig z.B. 825 oder 965, die erste Zahl steht dabei für den ⇒
Farbwiedergabeindex, die zwei anderen für die Farbtemperatur. .Durch unterschiedliche Zusammensetzungen der in der Lampe enthaltenen Gase / Dämpfe entstehen verschiedene Lichtspektren mit unterschiedlicher ⇒ Farbwiedergabe.


Lichtstärke: ⇒ Candela


Lichtsteuerung
Durch Lichtsteuerung kann  die Ausleuchtung eines Raumes an unterschiedliche Nutzungsbedingungen angepasst werden. Wie in einem Theater kann je nach gewünschter „Szene“ die Beleuchtung im Vorfeld elektronisch programmiert und gespeichert werden und ist dann auf Knopfdruck abrufbar.. s. auch
DALI


Lichtstrom (lm)
Lumen (lm) bezeichnet den gesamten Lichtstrom einer Lampe, also das Licht, welches in alle Richtungen abgestrahlt wird. Wie ⇒
Candela stellt Lumen eine Sendergröße dar, weil es dem Wert angibt, der von der Lampe ausgesendet wird. Lumenangaben findet man auf Leuchtmitteln, welche ungerichtetes Licht aussenden, z.B. Glühlampen, Metalldampflampen, Leuchtstoffröhren.
Eine 40W Glühlampe strahlt ungefähr 400 Lumen aus, eine Metalldampflampe CDM 70W ca. 6.000 lm


Lumen, lm
Lichtstrom


Lux, lx
Beleuchtungsstärke


McAdam
Farbtoleranz


Multimirror
Kaltlichtreflektor


Neutralweiß, nw
Lichtfarbe


Niederdruck-Entladungslampe
Entladungslampen


PAR-Lampe
Glühlampe


Phasenabschnittsteuerung / Phasenanschnittsteuerung
Dimmer


Potentiometer
Mit einem Potentiometer (kurz Poti) kann man die Helligkeit einer Lampe regeln. Durch Drehen oder Verschieben eines Reglers, der sich direkt an der Leuchte befindet, kann die Leuchte gedimmt werden.


Quecksilberdampf-Hochdrucklampe
Entladungslampen.


Rasterleuchte
Gängiger Ausdruck für rechteckig-längliche Leuchten (Langfeldleuchten), die mit Leuchtstofflampen bestückt sind Ergänzt wird die Leuchte vielfach mit Spiegel-, Prismen oder Abblendrastern  


Reflektorlampe
Glühlampe


Reflexion
Fähigkeit von Stoffen, einfallende (Licht-)Strahlung wieder abzugeben


Reflexionsgrad ρ
Verhältnis des reflektierten Lichtstroms zu dem einfallenden Lichtstrom. Relevant bei der Beleuchtung z.B. von Arbeitsräumen. Dunklere Wände und Fußböden haben niedrigere Reflexionsgrade als hellere und benötigen daher höhere Ausgangsleistungen bei der Beleuchtung.


Retrofit-Lampen

Retrofit kommt aus dem englischen und steht für nachrüsten, umrüsten. Bei der Beleuchtungstechnik ist damit der (höherwertige) Ersatz für ältere bzw. nicht mehr lieferbare Leuchtmittel gemeint, z.B. der Einsatz von LED-Lampen statt Halogen-oder Glühlampen. Retrofit-Leuchtmittel sollten als Markenartikel gekauft werden. NoName Produkte erfüllen oft nicht die Erwartungen hinsichtlich Lebensdauer und Lichtleistung.


Schutzart  (IP)
Die Schutzart einer Leuchte gibt an, in welchem Maß diese gegen eindringende Fremdkörper und Feuchte geschützt ist. Die Kennzeichnung erfolgt durch zwei Zahlen, von denen die erste für den Schutzgrad gegen Fremdkörper steht, die zweite für den Schutzgrad gegen Feuchtigkeit, also die Eignung für den Außenbereich. Je höher der Wert, umso höher der Schutzgrad. Vorgegeben Schutzarten dürfen bei der Verwendung ohne weiteres unterschritten werden, aus Sicherheitsgründen aber niemals überschritten. Leuchten ohne Feuchtigkeitsschutz (IPX0) dürfen daher nicht im Außenbereich verwendet werden. Leuchten mit Feuchtigkeitsschutz (IPX4) dürfen natürlich auch innen eingesetzt werden.

IP Fremdkörper Feuchtigkeit
0

Kein Schutz

Kein Schutz

1

Schutz gegen feste Fremdkörper ab 50 mm Ø

Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser

2

Schutz gegen feste Fremdkörper ab 12,5 mm Ø

Schutz gegen fallendes Tropfwasser
(Gehäuseneigung bis zu 15°)

3

Schutz gegen feste Fremdkörper ab 2,5 mm Ø

Schutz gegen fallendes Sprühwasser im
Winkel bis zu 60°

4

Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Ø

Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

5

Staubgeschützt

Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel

6

Staubdicht

Schutz gegen starkes Strahlwasser

7

-

Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen

8

-

Schutz gegen dauerndes Untertauchen

IP20 bedeutet also Schutz gegen Fremdkörper bis >12,5 mm und keinen Schutz gegen Feuchtigkeit - gilt allgemein für alle Innenleuchten.
IP44 schützt vor Fremdkörper >1 mm und gegen Spritzwasser, erfüllt damit die Voraussetzungen für den Einsatz im Außenbereich.


Schutzklasse
Schutzklassen benennen die Art des Schutzes der Leuchte gegen elektrischen Schlag. Man unterscheidet die Klassen I, II und III.

Schutzklasse I Schutzklasse_I_s

Alle Metallteile, die beim Betrieb Spannung aufnehmen können, müssen leitend mit einem Schutzleiter verbunden sein.

Schutzklasse_IISchutzklasse II

Durch eine Schutzisolierung wird der  Berührungsschutz gesichert. Alle spannungsführenden Teile besitzen neben der Betriebs-Isolierung noch eine zusätzliche Isolation. Geräte der Schutzklasse II müssen dadurch nicht mit dem Schutzleiter verbunden.

Schutzklasse_IIISchutzklasse III

Hierunter fallen alle elektrischen Geräte, die durch einen Schutztransformator mit Niedrig-Spannung betrieben werden. Die maximale Leerlaufspannung darf 50 V nicht übersteigen. Geräte der Schutzklasse III verfügen über keinen eigenen Anschluss für eine Schutzisolierung und dürfen daher nicht mit dem Schutzleiter verbunden werden.


SDCM-Wert
Farbtoleranz


Spektrum
Das Spektrum beschreibt die Verteilung der Strahlungsstärke einer Lichtquelle über die Wellenlänge. Aus der spektralen Verteilung setzt sich nicht nur die  ⇒
Lichtfarbe sondern auch die Qualität der ⇒ Farbwiedergabe zusammen.


Spot
Kennzeichnung für engstrahlende Lampen, deren Ausstrahlungswinkel punktuell ist, üblicherweise kleiner als 24°.  


Stroboskopeffekt
Flimmereffekte bei Lichtstromschwankungen, können zu Sehstörungen oder Täuschungen führen. Stroboskopeffekte treten bei der Beleuchtung durch ⇒
Entladungslampen und vor allem bei Leuchtstofflampen auf. Sie sind störend und bei der Arbeitsplatzbeleuchtung teilweise sogar gefährlich. Abhilfe schafft der Einsatz von elektronischen Vorschaltgeräten  (EVG)


Stufenlinse
Fresnellinse


Tageslicht
Das Tageslicht umfasst das Licht des (bedeckten oder unbedeckten) Himmels. Die ⇒ Beleuchtungsstärken des Tageslichts liegen weit über denen der künstlichen Beleuchtung, An einem sonnigen Sommertag steigt die Helligkeit auf über 100.000 lx, ein bedeckter Wintertag schafft noch 3.500 lx


Tageslichtergänzungsbeleuchtung
Künstliche Zusatzbeleuchtung, die vor allem in breiten, einseitig durch Fenster beleuchteten Räumen notwendig ist. Die Tageslichtergänzungsbeleuchtung ist notwendig, um den starken Abfall der Beleuchtungsstärke zu kompensieren, der in größerem Abstand von den Fenstern entsteht.


Tageslichtweiß, tw
Lichtfarbe


Transformator
Betriebsgeräte


UV-Licht / Ultraviolettstrahlung
Kurzwellige Strahlung deren Wellenlänge kleiner als 380 nm ist und damit unterhalb der sichtbaren Strahlung liegt. Ultraviolettstrahlung kann schädigende Auswirkungen haben, etwa das Ausbleichen von Farben und die Versprödung von Materialien. In vielen Bereichen (Shopbeleuchtung, Museen) ist UV-Licht also absolut unerwünscht, in manch anderen dagegen erforderlich (Medizin, Kosmetik).
LED Leuchten erzeugen kein UV-Licht.


Verminderungsfaktor
Der Verminderungsfaktor (meist 0,8) wird einbezogen bei der Berechnung einer Beleuchtungsanlage und berücksichtigt die Leistungsminderung der Beleuchtungsstärke  z.B. durch Verschmutzung der Leuchtmittel oder die Alterung der Lampen.


Vorschaltgerät
Werden für ⇒
Entladungslampen zur Strombegrenzung benötigt. Das kann entweder konventionell (induktiv) erfolgen durch ein KVG / VVG oder elektronisch (EVG). Bei elektronischen Vorschaltgeräten werden keine zusätzlichen Zündgeräte benötigt. Außerdem verhindern sie störende Brummgeräusche oder ⇒ Stroboskopeffekte


VVG
Abk. für verlustarme ⇒
Vorschaltgeräte


Warmweiß, ww
Lichtfarbe


Wide-Flood
Kennzeichnung für sehr breitstrahlende Lampen, deren Ausstrahlungswinkel größer als 55° ist.  


Wiederzündung
Erneute Zündung nach Abschalten oder Stromunterbrechung. Die meisten ⇒
Entladungslampen können erst nach einer Abkühlphase von 1-3 Minuten wieder gezündet werden.


Wirkungsgrad
Leuchtenwirkungsgrad


Zonierung
Aufteilung eines Raumes in je nach Funktion unterschiedlich beleuchtete Bereiche (Kassenbereich, Umkleidekabine, Verkaufsfläche usw.)


Zündgerät
Betriebsgerät, das die Zündung von ⇒ Entladungslampen durch die Erzeugung von Spannungsspitzen ermöglicht. Wird benötigt bei induktiven Schaltungen (KVG, VVG), entfällt bei elektronischen Vorschaltgeräten (EVG).


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